Kehlstein (1837m) – Eagles nest

Nach schier endlos nebligen, aber auch schneereichen Tagen in Berchtesgaden war endlich eine Wetterbesserung angesagt – höchste Zeit, die Schneeschuhe einzupacken und loszuwandern.
Die Entscheidung für die Tour auf den Kehlstein ist schnell gefallen – ein Ziel mit wunderbarer Aussicht auf den Königsee und den Watzmann. (Noch dazu ein Schmankerl für mich: ein großes, schön geschmücktes Gipfelkreuz :)
Die historische Kehlsteinhütte hat im Winter geschlossen und so kann man zu dieser Jahreszeit den Touristenmassen ganz gut entkommen.

Start    Parkplatz Ofner Boden  (1150hm) –  Maut 8 Euro
Ziel     Kehlstein  (1837m)
hm      700 hm
Dauer   3-4h

 

Gestartet sind wir vom Parkplatz Ofner Boden – ca. 1km nach der Mautstelle für die Rossfeldpanoramastrasse. Damit sich die 8 Euro Maut trotzdem lohnen, sind wir im Anschluss der Tour über die Panoramastrasse nach Hause gefahren – wirklich lohnenswert.

Wir sind nach dem ersten längeren Schneefall Anfang Januar mit Schneeschuhen unterwegs gewesen, der Großteil der Leut allerdings mit Tourenski. Beides hätte es noch nicht ganz dringend gebraucht – aber wir haben so sehnsüchtig auf den Schnee gewartet, dass wir dann einfach mit Ausrüstung starten „mussten“ (oder wollten :)). Wintergefühl und so 😉

Über die Tour an sich gibt es nicht viel spektakuläres zu berichten. Wir sind über den Sommerwanderweg aufgestiegen – diese Variante verläuft auf der Nordseite des Kehlsteins – mit Blick zum Berchtesgadener und Salzburger Hochthron – recht schattig und kühl,und mit wenig Aussicht; aber das steigert die Vorfreude :)
Es geht immer sehr moderat dahin, man könnte fast schon sagen „es ziagt se“ (deutsch: es zieht sich). Da es nie steil oder technisch schwierig ist, eignet sich die Tour somit auch für Schneeschuhanfänger/Innen.

Sobald man am Buswendeplatz angekommen ist, rückt das Ziel in greifbare Nähe und nach ein paar kurzen Serpentinen hat man es schließlich geschafft.
Von der Hütte sind es nur noch wenige Minuten zum Gipfel – den man im Winter mit etwas Glück auch in Einsamkeit genießen kann.
(Im Sommer werden hier übrigens ca. 300.000 Touristen pro Saison mit Bussen nach oben gekarrt. Gut, vielleicht geht der ein oder andere auch zu Fuß – aber einsam ist man dann definitv nicht mehr.)

– So oder so – hat man einen gigantischen Ausblick zum Königssee und der umliegenden Bergwelt, so dass der unspektakuläre Aufstieg schnell vergessen ist.
Es ist wirklich erstaunlich, … als würde man in eine andere Welt eintauchen. Das mag daran liegen, dass man fast bis zum Schluss nicht erahnen kann, was auf der anderen Seite des Berges ist. Und plötzlich steht man oben und hat SO EIN 360° Panorama.

Der Kehlstein hat mir übrigens auch den letzten Anstoß gegeben, endlich „anständig Skifahren“ zu lernen. Ich bin nämlich nicht der größte Freund von Abstiegen, und bei dem Gedanken, dass wir auch in 15 Minuten wieder unten sein könnten, hab ich mich entschieden, es doch dieses Jahr noch anzugreifen :) Es bleibt also spannend.

Schön wars aufm Kehlstein. Wunderschön.
Ich komme bestimmt wieder – vielleicht im nächsten Winter. Oder auch schon im Sommer – ganz früh morgens, wenn noch keine Busse nach oben fahren :) Mit dem MTB vielleicht. Vielleicht als Zustieg zum Hohen Göll. Hui, ich hab schon wieder Hummeln im Hintern.

(Alternativaufstieg:
Ebenfalls möglich wäre der Busfahrweg – am besten erreichbar, wenn man in Obersalzberg startet und sich rechts hält. Diese Variante ist etwas länger,  verläuft im oberen Teil südseitig und man hat stellenweise eine bessere Aussicht. Man kann das ganze natürlich auch zur Rundtour kombinieren).

 

 

Wer noch etwas zur Geschichte des Kehlsteinshauses lesen möchte

https://de.wikipedia.org/wiki/Kehlsteinhaus

 

 

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