Gipfeltouren und Klettersteige rund um die Franz- Senn- Hütte (2147m)

Start   Oberissalm (1724m)
Ziel     Franz- Senn- Hütte (2147m)
hm     430hm
Dauer  1-1,5h
Datum August 2016

Tag 1: Aufstieg zur Hütte und vordere Sommerwand (2676m)
Tag 2: Rinnenspitze (3003m)
Tag 3: Klettersteig „Höllenrachen“ (D/E) und „Sommerwand“ (C)

 

Tag 1 Vordere Sommerwand

Als Aufstieg zur Franz- Senn- Hütte haben wir den Parkplatz der Oberissalm gewählt (5 Euro/ Tag). Da es mit über 30Grad  hochsommerlich heiss war, sind wir trotz der recht überschaubaren Strecke ganz schön ins Schwitzen gekommen, noch dazu es gibt kaum Schatten auf dem gesamten Weg zur Hütte :)

Nach einer anständigen Brotzeit haben wir uns entschieden, noch eine kleine Gipfeltour zu starten. Da es schon ca. 15h war, haben wir uns für die Vordere Sommerwand entschieden, da dies der Gipfel mit der kürzesten Zustiegszeit ist. Der Weg zur Vorderen Sommerwand ist als „schwer“ markiert und spätestens am Gipfelgrat weiß man auch warum. Über einen sehr schmalen Grat geht es zum Gipfelkreuz, man hat teilweise die Möglichkeit, sich an einem Seil einzuhalten. Der Überang zum Gipfel ist trotzdem nur für absolut trittsichere Bergsteiger zu empfehlen. Der Ausblick ist dafür gigantisch, aber ein paar Meter weiter unten kann man ihn genauso gut genießen, wenn man vielleicht nicht so sehr das Bedürfnis hat, ungesichert am Grat rumzuhüpfen.

 

Tag 2 Auf zur Rinnenspitze

Die Rinnenspitze – wohl einer der meist besuchten 3000er in unseren Alpen. Vor uns waren Schulklassen, geführte Wandergruppen und Sonntagsausflügler. Allein ist man dort oben also eher selten. Der Aufstieg ist bis ca 50m unter den Gipfel recht einfach. Insgesamt 2-3h, je nach Kondition.
Das letzte Stück erklimmt man über einen gut angelegten Klettersteig, auf dem es schon mal etwas eng werden kann. Ob man ihn mit einem Klettersteigset gesichtert klettern möchte oder nicht, muss natürlich jeder für sich selbst verantworten. Für Kinder ist definitiv ein Sicherungsseil zu empfehlen.
Der Gipfel selbst bietet auch nicht all zu viel Platz zum Rasten, da muss man etwas Glück haben. Wir waren relativ spät dran, so dass es sich oben allmählich etwas geleert hatte und wir unsern Gipfelerfolg in Ruhe genießen konnten. Man hat einen wunderbaren Ausblick auf den Lüsener Ferner und den Rinnensee.

 

 

Tag 3 Klettersteige: Höllenrachen und Sommerwand

Am letzten Tag gings vorm Abstieg noch zu 2 kleinen, aber feinen Klettersteigen.
Höllenrachen und Sommerwand.
Der Höllenrachen (D/E s. Topo) ist definitiv sehr empfehlenswert, wenn man in der Nähe ist. Hoher Spassfaktor – leider viel zu kurz. Zum Einstieg geht man von der Hütte Ca 20min. am Alpeiner Bach entlang. Geklettert wird in einer kleinen, engen Schlucht – erwartungsgemäß nass und rutschig, richtig schön laut und angenehm kühl. Meiner Meinnung nach verdient der Klettersteig allerdings keine D/E-Einstufung. Laut Topo ist die E-Stelle Seilbrücke, allerdings braucht es hier eher Überwindung als Technik.
Die Sommerwand (C) ist ein netter Übungsklettersteig und in ca 40min von der Hütte zu erreichen. Die Wegsbschreibung ist mittlerweile etwas dürftig und schwer zu finden. Man lässt den Einstieg zum Höllenrachen rechts liegen und folgt dann ca. weitere 20 min. einem schmalen Pfad (es gibt auch nur diesen einen ;)), der sich am Fuß der Sommerwand nach oben schlängelt. Den Einstieg an sich sieht man erst relativ spät.
Den Edelweiß Klettersteig konnten wir aufgrund eines kurzen Regensschauers leider nicht mehr machen.

http://www.via-ferrata.de/klettersteige/topo/klettersteig-hoellenrachen

http://www.via-ferrata.de/klettersteige/topo/sommerwand-klettersteig

 

 

Kleine Anmerkung zur Franz- Senn- Hütte: Eine der freundlichsten und hilfsbereitesten Gastgeber, die ich bisher kennenlernen durfte. Auch das Essen war ein Traum. Kann diese Hütte ausnahmslos weiterempfehlen. http://www.franzsennhuette.at/

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