Wochenende auf der Hochschoberhütte (2322m)

Eins muss ich vorweg sagen: Hochschober –  MEIN ERLEBNIS, MEIN GIPFEL DES JAHRES! Fast nicht mit Worten zu beschreiben. Eine Sicht bis ans andere Ende der Welt, Ruhe, pure Schönheit. GLÜCKSELIGKEIT!

Aber nun von Anfang an: Mein letztes Wochenende in Lienz wollte ich einmal richtig ausnutzen und ein paar 3000er besteigen. Noch dazu war absolutes Traumwetter angesagt. Ausgangspunkt war die Hochschoberhütte.

#1 Leibnitzbachbrücke (1656m) – Hochschoberhütte (2322m)    670hm, 1,5-2h
#2 Hochschoberhütte (2322m) – Hochschober (3240m) – Hochschoberhütte (2322m) 892hm, 5h
#3 Hochschoberhütte (2322m) – Hoher (3064m)/ niederer Prijakt (3056m) – Leibnitzbachbrücke (1656m) 682hm, 8h

 

Touren
#1
Am Freitag bin ich spätnachmittags Richtung Hochschoberhütte losmarschiert. Von der Leibnitzbachbrücke ist das in knapp 2h und problemlos zu bewältigen (auch für Kinder geeignet).

#2
Am Samstag sollte es dann auf den  Hochschober gehen. Aufgebrochen bin ich noch vor dem Frühstück – in der Hoffnung etwas einsame Gipfelruhe genießen zu können.
Geplant hatte ich die die Tour als Rundtour. Aufstieg über die Ostseite und Abstieg über die Westseite.
Der Weg über die Ostseite ist nur erfahrenen, trittsicheren Bergsteigern zu empfehlen (teilweise sehr steil und loses Geröll), und dann auch nur im Aufstieg ratsam. Absteigen würde ich dort nicht, wenn es nicht sein muss.
Ca. 2,5h kann man hier für den Aufstieg rechnen.
Kurz vor dem Gipfel wurde ich dann tatsächlich noch von einem einheimischen Berggeher eingeholt, mit dem ich dann eine Stunde in Ruhe am Gipfel saß und wir durchs Guckerl (Fernglas) die Menschenmassen am Großglockner beobachtet haben – bevor dann auch bei uns immer mehr Berggeher eingetrudelt sind.
Der Abstieg über die Westseite ist problemlos zu bewältigen, aber auch hier sollt man Bergerfahrung mitbringen.

#3
Vor dem Abstieg am Sonntag wollte ich noch 2 „kleinere“ Gipfel mitnehmen, den hohen und niederen Prijakt, diesmal allerdings mit Frühstück 😀
Trotz der geringen Höhenmeter ist die Tour nicht zu unterschätzen. Der Aufstieg auf den Hohen Prijakt erfordert etwa auf Höhe des Barrensees auch kurz nochmal viel Trittsicherheit aufgrund losen Gerölls. Der Gipfelanstieg ist dann problemlos.
Den Gipfel selbst ziert ein winziges Holzkreuz.
Die Überschreitung zum niederen Prijakt ist gut mit Drahtseil gesichert, man steigt ca. 50hm ab und anschließend wieder hinauf. Hier sollte man schwindelfrei sein und evtl. ein Klettersteigset dabei haben, da es doch recht luftig und steil ist.
Der Abstieg vom niederen Prijakt ist nur mit Steinmännchen markiert, aber wenn man sich am Grat entlang bewegt, nicht zu verfehlen. Ab der Scharte zog sich der Abstieg zur Hütte etwas in die Länge.
Alles in allem sind für diese Rundtour (ohne Abstieg) gut 5h einzuplanen.

 

 

Zur Hütte
Auf der Hochschoberhütte hab ich mich schon wohl gefühlt, bevor ich sie betreten habe. Die Bedienung kam mir barfuß entgegen und auch sonst ist dort auf den ersten Blick alles gemütlich und… einfach. ich mag das. Der Hüttenwirt Harry hat mich gleich mit Namen begrüßt und alles in allem ist es dort einfach nur unkompliziert.
Auch kulinarisch gesehen ist die Hütte eine Reise wert. Bekocht wird man hier vom Chef höchstpersönlich, was zeitweise zu etwas Stress führt und man an besonders schönen Tagen, wenn viel los ist, auch mal etwas warten muss – aber wir haben ja Zeit :)
Es gibt eine Wochenkarte, die mit jedem Tag etwas kürzer wird – Die Hütte wird nur zweimal pro Saison mit dem Versorgungshubschrauber angeflogen. Die restlichen (frischen) Lebensmittel werden von Harry persönlich jeden Freitag vom Parkplatz auf die Hütte getragen. Er läuft den Weg dreimal, jedes Mal mit ca. 30kg im Gepäck.
Auch unbedingt zu erwähnen ist das hausgemachte Brot – das gab es bei mir zum Frühstück und zum Mittagessen dann gleich nochmal, so gut war es.

 

http://www.hochschoberhuette.at/griasdi/griasdi.php

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