Kleiner Gilfert (2388)

Der kleine Gilfert – da ich (bekanntermaßen) eine seeehr große Schwäche für schöne Gipfelkreuze habe, stand der kleine Gilfert natürlich schon lang auf meiner Liste. Den Gipfel ziert ein großes Kreuz und einige Platten, auf denen die verschiedensten Religionen der ganzen Welt vereint sind. Immerhin aufm Berg herrscht Frieden.

 

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Start   3. Kehre an der Zillertaler Höhenstrasse, mautpflichtig (ca1900hm)
Ziel     Kleiner Gilfert (2388m) über Rastkogel Hütte (2124m)
hm    ca. 700hm, 18km
Dauer  5h
Datum 09.10.16

Dass wir nun auch noch das Glück hatten, die Tour mutterseelenallein zu machen und dabei nur unsere eigenen Spuren im Schnee zu hinterlassen, war natürlich nochmal a ganz besonderes Geschenk.
Die Tour ist im Winter vor allem bei Tourengehern recht beliebt, wobei der Anstieg dann durchs Nurpenstal auf der anderen Seite erfolgt.

Geplant hatten wir eigentlich einige Übernachtungen auf der Rastkogelhütte mit ihren vielen Gipfelmöglichkeiten – aufgrund der schlechten Wettervorhersage haben wir uns mit einer Tagestour begnügt; ist jetzt auch nicht so wahnsinnig weit zu fahren von München, wenn man bedenkt, dass man gleich hinterm Achensee eh schon fast da ist 😉

Da es auch am Parkplatz schon einige cm Neuschnee hatte, haben wir den Forstweg als Aufstieg zur Hütte gewählt – relativ unspekatakulär also. Auf der Hütte angekommen, hat uns die Wirtin gleich mal gefragt, was wir denn so vorhaben, bei DIESEM Wetter? Auf die Antwort hin, dass wir gerne auf den kleinen Gilfert möchten, hat sie nur gelacht und gemeint, das wäre eine sehr schlechte Idee wegen all dem Schnee, fehlenden und zugeschneiten Wegmarkierungen, und und und… Nun gut, etwas verunsichert hat uns das schon, aber wir sind schließlich ned des erste Mal im Winter aufm Berg – also haben wir uns natürlich trotzdem auf den Weg gemacht.

Bis zum Sidanjoch war der Weg weitgehend frei, von dort bis hin zum Gipfelaufbau des kleinen Gilfert hatte es teilweise bis zu 20cm Schnee. Ein Traum. Da wir mit Karte und GPS unterwegs waren, war es trotzdem ein recht Einfaches, den richtigen Weg zu finden, zumal man sich dort auf relativ flachem Gelände fortbewegt.
Der Aufstieg ist „gesprenkelt“ mit den einzelnen Symbolen, die als Wegweiser fungieren und oben als riesiges Friedenssymbol vereint wiederzuerkennen sind.
Der erste Aufschwung zum Gipfel war weitgehend schneefrei – Gott sei Dank, es geht recht steil und teilweise etwas abschüssig zur Sache. Wir hätten hier vielleicht tatsächlich umdrehen müssen, wenn ähnliche Bedingungen wie auf dem Sidanjoch geherrscht hätten und man den Weg nicht hätte erahnen können.

Das Glück war auf unserer Seite und so haben wir uns auch noch die letzten Höhenmeter sicher auf den Gipfel gebahnt.

Unberührte Schneelandschaft und ein lang ersehntes Ziel – unbezahlbar! Und auch jetzt noch freu ich mich wie ein kleines Kind über diesen wunderschönen Tag.

https://www.hoehenrausch.de/huetten/rastkogelhuette/

http://www.tourentipp.de/de/touren/Kleiner-Gilfert-Skitour-Tuxer-Alpen_640.html

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