2,5-tägige Rundtour im Zillertal mit Hohem Riffler (3231m)

 

#1 Schlegeisspeicher (1782mm) – Olpererhütte (2389m)    507hm, 1,5-2h
#2 Olpererhütte (2389m) – Riepenkopf (2859m) – Berliner Höhenweg – Friesenberghaus (2498m) ca. 670hm , 6h
#3 Friesenberghaus (2498m) – Hoher Riffler (3231m) – Schlegeisspeicher (1782mm) 733hm, 8h

 

Touren
#1
Da am Mittwoch tagsüber noch Uni angesagt war, sind  wir erst gegen 15h von München Richtung Zillertal losgefahren und konnten erst gegen 18h am Schlegeisspeicher Richtung Hütte aufbrechen. Hat aber auch seinen Vorteil, da man sich zu später Stunde die Maut (auf den Schlegeisspeicher) spart, immerhin 12 Euro. Schon der Aufstieg zur Hütte bietet einen wunderbaren Ausblick Richtung Hochfeiler. Zwar wurde es allmählich schon finster, aber der gigantische Ausblick sollte uns noch die nächsten zwei Tage bleiben.

#2
Am Donnerstag wollten wir, bevor es auf das Friesenberghaus ging, noch einen kleinen Gipfel erklimmen. Von der Olperer HÜtte bietet sich der Riepenkopf an, der recht einfach zu erreichen ist. Es gibt eine kurze Passage, die mit Drahtseil gesichert ist, aber keine größere Schwierigkeite darstellt.
Noch kurzer Gipfelrast ging es über die Olpererhütte und den Berliner Höhenweg zum Friesenberghaus. Auf dem kompletten  Weg hat man durchgehend eine fantastische Aussicht.Einplanen sollte man hier ca. 2-2,5h.
Wer möchte, der kann sich kurz vor der Hütte noch im Friesenbergsee „abkühlen“.  Im Juli schwammen dort noch Eisbrocken im See, daher tippe ich mal auf 4-5° Grad. Sehr erfrischend :) Ich wäre nie auf die Idee gekommen, da hineinzuspringen, aber wozu hat man verrückte Freundinnen?

#3
Am Freitag ging es dann endlich auf den hohen Riffler – der eigentliche Grund, warum es mich hierher verschlagen hat. Da wir zeitig wieder zurück in München sein wollten, klingelte der Wecker schon um 5h morgens. Noch nicht so ganz wach, haben wir uns also auf den Weg gemacht. Bis zur Abzweigung zum Petersköpfl (ca. 150hm) verläuft der Aufstieg recht einfach über einen Steig. Anschließend wird es immer felsiger, sodass man bald nur noch über Steinbrocken zum Gipfel (den man übrigens sehr lange nicht sehen kann) hinaufkraxelt. Eine Riesengaudi – wenn man es mag. Nicht wenige Bergsteiger, die uns beim Abstieg entgegenkamen, sind wieder umgedreht – ist also doch nicht jedermanns Sache. Ich hatte Spaß 😀
Der Kommentar meiner charmanten Bergbegleitung: „Sowas kann man nur toll finden, wenn man nicht mehr als 2 Gehirnzellen besitzt“. Genau und das sagt die, die am Tag vorher im Eiswasser baden war 😀 😀 😀
Für mich unvorstellbar, aber nicht jeder mag die Kraxelei.

Der Abstieg zur Hütte verläuft über den gleichen Weg wie der Aufstieg.
Nach kurzer Stärkung auf der Hütte haben wir dann den restlichen Abstieg in Angriff genommen. Da wir schon so lang unterwegs waren, hat dieser eine gefühlte Ewigkeit gedauert. Zudem ist spendet der Weg so gut wie nie Schatten, daher ist hier (bei hohen Temperaturen) ein früher Aufbruch (in beide Richtungen) ratsam.
Für Hundebesitzer und Badenixen: Entlang des gesamtes Weges verlaufen immer wieder kleine Bäche.

 

Zu den Hütten
Freundlich begrüßt wurden wir auf beiden Hütten, und auch kulinarisch stehen sich die beiden in nichts nach.
Die Olpererhütte wurde 2007 renoviert und ist somit sehr modern. Erinnert etwas an eine große Skihütte. Bei Platznot kann zusätzlich im Winterraum genächtigt werden.
Das Friesenberghaus bietet ähnlich viele Schlafplätze wie die Olpererhütte (ca. 65) , ich finde es dort allerdings etwas gemütlicher, da sich die Gäste auf mehrere kleine Stuben verteilen. Anders hatte ich das Gefühl mich in einem Speisesaal eines riesigen Hotels zu befinden.

 

http://www.olpererhuette.de/

http://www.friesenberghaus.com/

3 thoughts on “2,5-tägige Rundtour im Zillertal mit Hohem Riffler (3231m)

  • […] 2,5-tägige Rundtour im Zillertal […]

  • Gerald

    Hey, grad über deine Website gestolpert und ein paar deiner Berichte gelesen & Fotos gschaut! Super schön! Die Tour auf den Hohen Riffler hab ich heuer auch gemacht. Kleiner Tipp: wenn’st da nochmal hingehst, auf jeden Fall den kleinen Abstecher aufs Petersköpfl machen, dauert bloß 5 Minuten zum Gipfel rauf. Der Gipfel is der Wahnsinn, da stehen weit über 1000 Stoamanndl auf dem Gipfelplateau herum, des ist richtiggehend mystisch!

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