2 Tage auf der Pfeishütte

 

 

Das Karwendel – ich liebe es.

Nachdem ich dieses Jahr schon schon die Soierngruppe unsicher gemacht hatte, hab ich mir dieses Mal das Gebiet um die Pfeishütte ausgesucht.
Touren
#1 Scharnitz (964m) – Pfeishütte (1922m)- Rumerspitze (2454m)- Kreuzjöchl (2158m)- Pfeishütte   1600hm, 9 h
#2  Hütte – Kl. Stempeljochspitze (2529m)- Pfeiser Spitze (2347m)- Thaurer Jochspitze (2306m)- Scharnitz  800hm, 7h

 

#1
Da der Zustieg extrem lang ist, hab ich mich entschieden, den größten Teil der Strecke mit dem MTB zu fahren. Zwar hab ich vermutlich genauso lang gebraucht, wie die Füßgänger, aber immerhin würde ich beim Abstieg schneller sein.

Vom Radlparkplatz geht es über einen sehr schönen Steig nach oben zur Hütte – man kommt sich vor wie im botanischen Garten, nur mit schönerer Aussicht :) Kaum auf der Hütte angekommen, habe ich mich mit dem Wirt über mögliche Touren unterhalten. Von einigen hatte er mir abgeraten, da ich alleine unterwegs war. Ein grißteil der Touren sind sehr alpin und erfordern Erfahrung (bis auf die Stempeljochspitze, s.u., die ist relativ einfach zu begehen).

An diesem Tag sollte es also nur noch auf die Rumerspitze gehen. Das waren noch mal 550 hm und man kann unterwegs noch das Kreuzjöchl mitnehmen. Aufstieg s. Fotos

 

#2
Für heut war eine kleine Rundwanderung über 3 Gipfel geplant. Ich bin sehr früh aufgebrochen, gegen 5.45h, da es sehr heiss werden sollte und ich auch noch den Abstieg vor mir hatte. Aber das frühe Aufstehen hat sich gelohnt: Schon auf den Weg zum ersten Gipfel, der kleinen Stempeljochspitze konnte ich eine große Herde Steinböcke erspähen – und sie mich :) Nachdem mich dann ca. 20 Augenpaare taxiert hatten, habe ich den Wanderweg verlassen und bin etwas abseits der Tiere aufgestiegen.
Die Aussicht war gigantisch, da schmeckt das Frühstück gleich viel besser – keine Wolken am Himmel und ehe ich wieder auf die Uhr gesehen habe, war eine Stunde vergangen.

Über das Stempeljoch ging es dann weiter zur Pfeiser Spitze. Der Aufstieg erfolgt über einen Klettersteig, der (vor allem im Abstieg) nicht zu unterschätzen ist. Es gibt ein stabiles Gummiseil zum Einhalten, welches aber aufgrund vom Material nicht so besonders geeignet ist, um sich mit Karabiner zu sichern – dafür ich es glaub ich auch nicht gedacht.

Der letzte Gipfel war die Thaurer Jochspitze – wunderschön dort –  (die Aussicht hat sich nicht erheblich geändert, außer das man einen schönen Blick auf Innsbruck hat:)). Von hier kann man entweder über einen gekennzeichneten Steig in nördlicher Richtung absteigen, wo man wieder auf den Aufstiegweg gelangt ODER die Tour als Rundtour beenden. Für die Rundtour gibt es keinen markierten Abstieg; aber einige Markierungspfeiler, die man sich vorher von der Wirtin zeigen lassen kann. Im Großen und Ganzen steigt südwestlich ab und kommt dann wieder auf den Weg, den man schon von der Rumerspitze kennt.

Nach einer kurzen Stärkung auf der Hütte hab ich mich an den Abstieg bzw. die Abfahrt gemacht. Es gibt zwei kurze Gegenanstiege, die nicht allzu hoch sind; ich persönlich mag es trotzdem nicht und quäle mich jedes Mal wieder – mein Kopf ist einfach auf „runterfahren“ eingestellt 😉

 

Zur Hütte

Die Pfeishütte gehört zu meinen aktuellen Lieblingshütten (mit der Hochschoberhütte), auch hier hab ich mich sofort wohlgefühlt. Wahnsinns Tourenmöglichkeiten, gutes Essen, urgemütliche Atmosphäre und sehr nette Wirtsleute – die sich noch dazu enorm gut in ihrer Gegend auskennen (ja, ichhab auch schon anderes erlebt :)). Die Wirtin – auch ein kleiner verrückter Bergfex – spurtet oft schon früh morgens um 5 los, bevor der Hüttenarbeitswahnsinn losgeht und kennt daher jeden Winkel der umliegenden Gipferl.

Ich komme ganz sicher nächstes Jahr wieder (aber vielleicht wähle ich dann ein kürzeren Zustieg:)), die hintere Bachofenspitze und die östl. Praxmarerkarspitz warten auf mich 😉 – und vielleicht auch noch ein paar andere 😉

http://www.pfeishuette.at
http://www.outdooractive.com/de/mountainbike/hall-wattens/von-scharnitz-zur-pfeishuette/6685184/

 

 

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