100 Gipfel – Die Bergsucht – mein ganz persönlicher „Schatten“

Ein paar Gedanken vom 29.12.15

— Ich schreibe das hier heute – zu einem Zeitpunkt, wo ich noch gar nicht weiß, ob ich die 100 Gipfel nun schaffe oder nicht– Fehlen würden an sich ja nur noch 3. Wäre machbar. Wenn man wollte. Ich weiß aber noch gar nicht, ob ich will. Ich weiß nur, dass ich morgen auf jeden Fall in die Berge „muss“. Und übermorgen vielleicht auch nochmal. Aber sicher nicht, um diese „magische“ Zahl zu erreichen. Und ich werde meine Touren auch nicht danach aussuchen, möglichst viele Gipfel auf einmal zu erreichen. Ich freu mich, wenn es klappt, aber es betrübt mich auch nicht, wenn es nicht klappt 😉

100 Gipferl – klar, das war mein Ziel 2015. Keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, eine totale Schnapsidee. Nicht, dass 100 Gipfel besonders viel wären. Aber wenig ist es irgendwie auch nicht…

Ich bin eigentlich ein sehr ehrgeiziger Mensch, was meine Ziele betrifft. Und jetzt kommt das große ABER. Während diesen Sommers erst hab ich gelernt, die Berge zu genießen. Wahnsinn oder? Da macht ma jahrelang schon nichts anderes als Bergsteigen und Wandern und Klettersteigen und dann erst lernt man, was wirklich zählt.
Schlüsselerlebnis war mit Sicherheit die Tour auf den Hochschober. Ein unglaublicher Glücksmoment, der sehr lange angehalten hat. Nach wie vor mein ganz persönliches Highlight.

Mehr Bilder und Berichte zur meine WE auf der Hochschoberhütte
http://diebergnarrische.de/ein-wochenende-auf-der-hochschoberhuette-2322m/
Ich bin sehr lange Zeit nur auf Berge gelaufen, um Gipfel zu erreichen, oben zu sein. Dann schnell die Brotzeit neigwerkelt und wieder runtergelaufen. Am Hochschober saß ich das erste mal über zwei Stunden oben. Und hab bloß gschaut, gschaut, gschaut. Und seitdem bringt man mich von oben kaum noch runter :)
Am liebsten unterhalt ich mich mit den einheimischen Bergfexn, die mir jeden Berg im Panorama benennen können 😉 Damit ich dann auch mal mit solchen Weisheiten glänzen kann;)
Bergtechnisch gesehen war das ein unglaubliches Jahr, ein unglaublicher Sommer. Ich hatte wirklich sehr viel Zeit, um das zu tun, was ich liebe. In die Berg gehen. Und dafür bin ich sehr dankbar. Es werden andere Zeiten kommen, und ich werde schon bald definitiv weniger Zeit haben.
Aber ich ich kann jetzt schon sagen, dass ich nichts verpasst habe. Man muss das Leben auskosten und genießen, so lange man kann.
Ich brauch die Berge einfach, ich kann es nicht anders beschreiben. Die Anstrengung, die Mühe, die Belohnung. Brotzeit für die Seele.
Jeder Mensch hat seinen Schatten – ich hab meinen, meine Bergsucht. Und ich bin zufrieden.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein tolles, ebenso zufriedenstellendes Jahr 2016 😀

Eure Bergnarrische

 

4 thoughts on “100 Gipfel – Die Bergsucht – mein ganz persönlicher „Schatten“

  • Und… Hast Du die 100 noch vollendet?
    Schönen Gruß vom „Karwendelnarrischen“

  • Sebastian

    Hey, coole Seite, schöne Touren!
    Hast mal überlegt, deine Touren mit dem Datum deiner Begehung zu versehen? Würde ich für übersichtlicher halten, derzeit tragen sie ja das Datum deines Blogeintrags.
    Unser „Revier“ und unsere Betätigungen überschneiden sich teilweise – vielleicht läuft man sich ja mal zufällig über den Weg.
    Gruß Sebastian

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